Hallo!

Ich bin
Charlotte

Und stecke hinter NETZ-OMI

Darum geht es mir mit Netz-Omi

Die Digitalisierung betrifft jeden

weil sie unsere Umwelt grundsätzlich verändert: Erst haben wir angefangen, statt im Lexikon in Wikipedia nachzuschauen. Dann haben wir begonnen, mobil zu telefonieren. Erst haben wir nur Bücher bei Amazon eingekauft, inzwischen gibt es dort alles. ‚Intelligente‘ Toaster und selbstfahrende Autos sind absehbar. Bahnfahrkarten oder Flugtickets kauft man im Internet, Termine im Bürgeramt auch. Digitalisierung betrifft jeden und alle Lebensbereiche.

Digitalisierung: eine Zumutung für Senior*Innen?

Eigentlich ist das eine Zumutung für Senior*Innen, für ältere und alte Menschen. Sie müssen sich im Alter auf einen Technologie einstellen, die von 30jährigen für die Augen und die Finger von  30jährigen entwickelt wurden. Früher liess sich fast alles telefonisch oder an einem Schalter regeln. Inzwischen wurden Bank- und Postfilialen drastisch reduziert, und in einer Telefonhotline jemanden zu finden, der tatsächlich ein Problem löst, wird immer schwieriger. Firmen und öffentliche Verwaltung gehen immer mehr davon aus, dass wir unsere Formulare im Internet, am PC oder am Smartphone, selbst ausfüllen. Auch Senior*Innen, die sonst noch körperlich und geistig fit sind, kommen sich da von Zeit zu Zeit ziemlich alt vor. Was tun? Jammern hilft nicht.

Digitale Rosinen picken!

Die gute Nachricht ist: Vieles ist nicht so schwierig, wenn man sich erstmal traut – und soviel besser wissen die Jüngeren auch nicht Bescheid – das sagen sie nur nicht. Denkt an Google und wikipedia: Wissen nachschlagen, oder Preise vergleichen war noch nie so einfach. Mit Übersee telefonieren? Mit Skype, WhatsApp, etc. ist das kein Problem, und sogar kostenfrei.  Navigation mit dem Smartphone ist deutlich einfacher als mit der Landkarte, Übersetzungsprogramme sind im Pflegebereich absolut üblich, … – und außerdem tut es gut, zu merken, dass man noch mithalten kann.

Was macht es so schwierig?

Vieles mag für 30jährige selbsterklärend sein – für Senior*Innen ist ein Smartphone nicht selbsterklärend und ziemlich fremd. Ein winziges Gerät, voll mit fremden Begriffen. Wenn der Enkel jetzt mal eben erklärt, dann geht das meist viel zu schnell, und die Oma kann sich das so schnell nicht merken, denn es ist ja alles für sie neu. Am Sonntag wird es erklärt, am Montag bekommt sie es alleine nicht mehr hin – auch wenn es so einfach aussah.

Und dann reagiert ein Smartphone (oder auch ein PC) immer mal wieder überraschend – auch wenn man genau das gleiche wie gestern getan hat. Alles kaputt? Virus? Cyberkriminalität? Das verunsichert ungemein.

Netz-Omi

Hilft Senior*Innen, sich mit Smartphone und Internet anzufreunden – damit sie wieder mitreden können und die digitalen Rosinen genießen können.

 

 

Das Digitalcafé: Smartphone-Kurs für die Nachbarinnen

Ich habe das riesige Glück, in Berlin nicht nur in einer der spannensten Städte Europas zu leben, sondern innerhalb von Berlin in einem „Dorf“, in einer sehr gut vernetzen Nachbarschaft, die das ehemalige Gemeindehaus als Kultur-und Nachbarschaftshaus betreibt. Da lag es nahe, es mal mit Kursen für die Nachbarschaft zu versuchen. Zuerst mit einem 3-Tages-Workshop mit geliehenen iPads, später mit einem fortlaufenden Arbeitskreis mit Smartphones: unser Digitalcafé.

Unser Digitalcafé hat ein geniales Format: Zwar haben mehrere Wochen zusammen immer en gemeinsames Thema, aber er ist offen – wer kommt, der kommt – ein gute Stunde arbeiten wir, und dann gibt es im Nachbarschaftscafé noch ein Stück Kuchen. Ich hoffe immer, die Teilnehmerinnen lernen annähernd genauso viel wie ich dabei, denn ich lerne aus den Fragen der Teilnehmerinnen. Nicht nur, was  für sie schwierig ist, sondern auch, was sie interessiert. Und hoffentlich auch, wie ich das Wissen immer besser vermittle. Das Digitalcafé im Haus Eichkamp ist die Basis für Netz-Omi.de.

Die Büchlein: Smartphone-Anleitung für Senioren

Ohne Unterlagen ist es für jeden, aber besonders für Senior*Innen, schwierig, sich die Dinge zu merken. Deshalb brauchte ich Kursunterlagen.  Und weil gute Kursunterlagen sehr viel Arbeit machen, habe ich sie als Smartphone-Anleitungen für Senioren im Selbstverlag herausgegeben.

Für Angehörige: Smartphone für Senioren einrichten

Die Familie beschliesst, zum 75. Geburtstag ein Smartphone zu verschenken – wenn es neu ist, stellt sich die Frage, was für eines und was für eine Mobilfunkkarte. Außerdem hilft es ungemein, die Smartphone-Einstellungen für alte Augen und Finger einzustellen. Um Euch mein Wissen darüber weiter zu geben, gibt es hier das –>kostenfreie eBook zum Herunterladen.

Unterricht finden: Die Trainerliste

Zum Weiterlernen: Der Blog

Im Netz-Omi-Blog gibt es inzwischen diverse detaillierte Einzelanleitungen – die darauf warten, in gedruckten Anleitungen zusammengefaßt zu werden.

Mein Ziel:

Möglichst vielen Senior*Innen zu helfen – zu einem Preis, den sich jede(r) leisten kann – und so erklärt, dass es niemanden einschüchtert.

Ich suche nach einem Weg, vielen Großmüttern zu helfen – und das pragmatisch und zu einem erschwinglichen Preis.

Kleine Lerngruppen in der Nachbarschaft

sind für mich der beste Weg. Das ist einfach zu organisieren: im nächsten Café, im örtlichen Gemeindehaus, in der Schule oder Bücherei oder auch privat. Der Bedarf ist riesig, und in einer Gruppe macht es nicht nur mehr Spaß, sondern jede sieht, dass sie sich nicht dümmer als andere anstellt.

Mitstreiter gesucht!

Ich freue mich über jeden, der sich traut, so eine Lerngruppe zu initieren: Das kann eine jüngere Nachbarin sein, oder eine Schulklasse, die für ihre Abifahrt noch einen Zuschuß braucht.

Auf Basis der Büchlein kann man einfach loslegen und ich trage euch gerne in die Trainerliste ein.

Lern-Videos

Ich bin wild entschlossen, mich in den nächsten Wochen an meine ersten Erklärvideos zu machen und bin sehr gespannt, ob das funktioniet.

Online-Digitalcafe

Ob sich ein Netz-Omi-Digitalcafé auch online durchführen lässt? Ich werde es in naher Zukunft ausprobieren!

 

 

 

„netz-omi“ ist ein Name, der polarisiert. Und das ist gut so!

Wie kam es dazu?

Als ich – alleine oder mit anderen – über einen Namen für das Projekt nachgedacht habe, gab es viele Vorschläge: online-mit-70, silver-surfer, .. – alles entweder schon belegt, oder einfach langweilig. DigitalGrandma war der erste Versuch, der oft spontan ein breites Grinsen ausgelöst hat – und genauso viele vernünftige Einwände. Weil ich die ewigen Anglizismen leid bin, habe ich dann über eine Übertragung der DigitalGrandma ins Deutsche nachgedacht. Das Ergebnis war Netz-Omi.

Warum bin ich dabei geblieben?

Eigentlich war es mein Arbeitsamtberater, der schuld ist: Als ich von meinem Projekt Netz-Omi erzählt habe, musste er breit grinsen, bevor er damit anfangen konnte, mir zu erklären, warum das eine blöde Idee ist. Das hat mich überzeugt: Einen Name, über den andere lachen, bevor sie argumentieren können, den behält man.

Der Eindruck hat sich imzwischen verfestigt: Der Name fällt auf – manche lachen, manche regen sich darüber auf – aber alle erinnern ihn. Was will ich mehr?

Außerdem gefällt es mir, dass ich damit explizit Frauen anspreche. Ja, das will ich so!

Warum polarisiert der Name „Netz-Omi“?

Die Kinder, und noch mehr die Enkel mögen ihn. Nach vielen Gesprächen habe ich den Eindruck, dass die junge Generation sich wirklich wünscht, dass Eltern und Großeltern auch ihren Platz in der online-Welt finden und sich jede neue Idee dafür sehr gerne anschauen.

Die Netz-Omi’s selbst haben damit ein Problem:

Ich, weil ich mich damit selbst so bezeichne – und das, ob wohl ich mich weder alt, noch technisch hinter dem Mond fühle, noch Enkelkinder habe. Daran arbeite ich.

Manche Teilnehmerinnen, weil sie nicht Großmutter sind und weil sie Senioren als wertschätzender empfinden.Was gibt es dazu zu sagen?

Großmütter haben es mit dem Internet viel leichter als andere, weil wir nicht nach spannendem Inhalt suchen müssen. Schwiegertöchter, die Babybilder nur über WhatsApp oder Facebook verschicken, sind die besten Internetbotschafter für Großmütter, die es gibt. Da lernt es jede, weil sie die Babybilder sehen will. Und Schülerinnen mit einer starken Motivation unterrichte ich lieber, als jemanden, die nur bestätigt haben möchte, dass sie es doch nicht hinbekommt.

SeniorInnen ist wertschätzender? Liebevoller? Finde ich eigentlich nicht – ich finde es auch ziemlich aufgesetzt und steif und offiziel. „Seniorenbeauftragte“ sind wichtig, aber es ist auch traurig, dass wir so einen Bürokratismus brauchen.

Die Herren der Schöpfung – macht nichts ! Dazu unten mehr.

Das Logo

Das war ganz einfach: Ich habe mich gefragt, was ich mir als Ergebnis wünsche: viele Frauen, die sich mit Spaß im Internet herumtreiben und die Möglichkeiten erkunden. Und dann war der erste Versuch so gut, dass ich dabei geblieben bin.

Es darf so selbst gestrickt aussehen, auch um auszudrücken, dass hoffentlich irgendwann die Nutzung von Tablet oder Smartphone durch Seniorinnen so selbstverständlich ist, wie heute stricken und ein interessantes Thema in der Kaffeerunde. Das wäre doch was: Die Fotos vom Enkelkind zeitnah auf dem Handy der Freundin zu zeigen!

Frauen und Technik

Überraschung, Überraschung – als Informatikerin berührt und interessiert mich das Thema ein Leben lang:

Schon als Studentin habe ich mich – zusammen mit anderen – gefragt, wo die anderen Frauen in diesem spannenden Thema sind. Warum sind bis heute nur 10% der Informatikstudenten weiblich? Als Mutter von drei Töchtern war es mir wichtig, dass ihnen keiner ihre mathematisch/naturwissenschaftlichen Fähigkeiten ausredet – Das Thema Frauen in Naturwissenschaft und Technik verfolgt mich also „schon immer“.

Und jetzt ist es wieder da. Auf Grund der unterschiedlichen Lebenserwartung gibt es mehr Seniorinnen als Senioren. Und den meisten Seniorinnen ist ein Leben lang erklärt worden, dass sie Computer und Technik nicht können (Staubsauger und Waschmaschine sind keine Technik). Und jetzt sollen sie plötzlich ein Smartphone oder ein Tablet benutzen?

Senior*Innen als digitale Analphabeten? Wollen wir das?

Und dann stehen sie nach dem Tod ihres Lebenspartners vor dem gemeinsamen Tablet und fragen sich, wie sie an die Mails kommen. Denn das muss ja schwierig sein, schliesslich hat der Mann dabei immer laut vor sich hergeschimpft. Dies ist eine Situation, der ich inzwischen mehrfach begegnet bin. Ich finde diese Form des digitalen Analphabetismus ziemlich bedrückend.

Dank der langen Beschäftigung mit dem Thema ist mir sind mir einige Unterschiede im Lernverhalten von Frauen und Männern klar – Mal ganz grob und holzschnittartig:

Männer lieben oft viele Funktionen, und die möchten sie am liebsten selbstständig erkunden. Immer wenn sie was Neues entdeckt haben, jubeln sie laut. In einer Gruppe ist es wichtig, zu zeigen, dass jeder schon ganz viel weiß.

Frauen sehen stattdessen eher eine konkrete Aufgabenstellung, z.B. ‚wie komme ich von A nach B‘. Die wollen sie lösen, mehr nicht. Sie wollen dafür eine zuverlässige Anleitung. Frauen sind viel eher bereit, eine Gebrauchsanleitung zu lesen, oder dort nachzuschauen – vorausgesetzt, sie wissen, dass sie da eine Lösung finden. Außerdem sind sie – z.B. aus vielen Sprachkursen – daran gewöhnt, in einer Gruppe zu lernen, und Aufgaben als Team zu lösen. Zu beweisen, dass sie das Wissen mit Löffeln gefressen haben, liegt ihnen gar nicht. Viel häufiger merken sie erst in einem Kurs, wieviel sie schon wissen.

 

Zusammengefaßt

Es ist Zeit, Technik betont an die Frau zu bringen. Und wenn sich erstmal vorallem – wegen des Namens – nur Großmütter angesprochen fühlen: Damit kann ich leben, denn es gibt genug Großmütter, um etwas zu bewegen.

 

 

Informatikerin aus Überzeugung bin ich immer gewesen. Mit Senioren und Digitalisierung beschäftige ich mich noch nicht so lange, aber mich fasziniert das Thema. Aber immer eins nach dem anderen:

Dipl-Informatikerin und Mutter

Studiert habe ich Informatik, in einem der ersten Jahrgänge der TU Braunschweig. Lang ist es her, und danach habe ich immer mit Begeisterung als Expertin in der Industrie gearbeitet – auch neben Familie und 3 Töchtern. Damit war ich vollständig ausgefüllt.  Aber eines Tages wachte ich auf, und hatte endlich mehr Zeit als jemals zuvor: Mein Arbeitsplatz war weg-globalisiert und meine Töchter erwachsen.

Tantchens iPad

Zeit, das eigene Umfeld etwas genauer wahrzunehmen:

Zuerst habe ich mir ein iPad gekauft. Nach jahrelangem Apple-Bashing wollte ich so ein Teil mal selbst benutzen. Zu meiner eigenen Verblüffung hat sich dies Gerät durch angenehme Handhabung, d.h. dadurch, dass es sich einfach gut anfaßt, sehr schnell in meinen Alltag integriert.

Mit meiner Begeisterung habe ich meine ü80-jährige Patentante angesteckt: „Meinst Du, dass ich das auch noch lernen könnte? – Überall wischen alle ständig auf ihren Handies herum, da komme ich mir richtig alt vor, weil ich das nicht kann“ – Tja, und dann haben wir das versucht.

Zugegeben, ich war erstmal sehr skeptisch, aber weil ich Zeit hatte, konnte ich ihr iPad in Ruhe vorbereiten, mir Gedanken darüber machen, was ihr Spaß machen könnte, und dazu Spickzettel schreiben. Der Mut meiner Tante und meine Vorbereitung haben sich damals gelohnt:

Nicht nur, dass Tante’s iPad hat seinen festen Platz im Alltag gefunden hat, mich hat vorallem ihr Stolz fasziniert, etwas ganz neues gelernt zu haben, und die Energie, die daraus erwuchs.

Fotografieren ging beispielsweise wieder. So gab es dann Familienfeste, wo sie – als älteste – mit dem iPad fotografiert hat und sich die Jüngeren hinterher die Bilder geholt haben. Und das hat ihr richtig gut getan.

Oma & Smartphone – Ein heikles Thema?

Man glaubt es kaum – aber (Groß-)mutter und moderne Technik sind ein heikles Thema.  Wenn ich im Freundeskreis gefragt wurde „Was tust du denn eigentlich mit soviel Zeit“ dann habe ich von dem Experiment „Tantchens iPad“ erzählt – und ganz viele Geschichten zurück bekommen. Diese Geschichten konnte man in zwei Gruppen einteilen:

Wir  haben es schon so oft versucht-sie kapiert es einfach nicht

oder

Das tue ich mir nicht an – und so richtig sicher fühle ich mich auch nicht

Bei den Seniorinnen hiess es: Ich kann mir das nicht merken. Mein Enkel erklärt zu schnell. Ich mag nicht dauernd nachfragen.

Ziemlich frustriert und unglücklich waren beide Seiten. Das hat mir zu Denken gegeben.

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