Hallo!

Ich bin
Charlotte

Und stecke hinter NETZ-OMI

Darum geht es mir mit Netz-Omi

Informatikerin aus Überzeugung bin ich immer gewesen. Mit Senioren und Digitalisierung beschäftige ich mich noch nicht so lange, aber mich fasziniert das Thema. Aber immer eins nach dem anderen:

Dipl-Informatikerin und Mutter

Studiert habe ich Informatik, in einem der ersten Jahrgänge der TU Braunschweig. Lang ist es her, und danach habe ich immer mit Begeisterung als Expertin in der Industrie gearbeitet – auch neben Familie und 3 Töchtern. Damit war ich vollständig ausgefüllt.  Aber eines Tages wachte ich auf, und hatte endlich mehr Zeit als jemals zuvor: Mein Arbeitsplatz war weg-globalisiert und meine Töchter erwachsen.

Tantchens iPad

Zeit, das eigene Umfeld etwas genauer wahrzunehmen:

Zuerst habe ich mir ein iPad gekauft. Nach jahrelangem Apple-Bashing wollte ich so ein Teil mal selbst benutzen. Zu meiner eigenen Verblüffung hat sich dies Gerät durch angenehme Handhabung, d.h. dadurch, dass es sich einfach gut anfaßt, sehr schnell in meinen Alltag integriert.

Mit meiner Begeisterung habe ich meine ü80-jährige Patentante angesteckt: „Meinst Du, dass ich das auch noch lernen könnte? – Überall wischen alle ständig auf ihren Handies herum, da komme ich mir richtig alt vor, weil ich das nicht kann“ – Tja, und dann haben wir das versucht.

Zugegeben, ich war erstmal sehr skeptisch, aber weil ich Zeit hatte, konnte ich ihr iPad in Ruhe vorbereiten, mir Gedanken darüber machen, was ihr Spaß machen könnte, und dazu Spickzettel schreiben. Der Mut meiner Tante und meine Vorbereitung haben sich damals gelohnt:

Nicht nur, dass Tante’s iPad hat seinen festen Platz im Alltag gefunden hat, mich hat vorallem ihr Stolz fasziniert, etwas ganz neues gelernt zu haben, und die Energie, die daraus erwuchs.

Fotografieren ging beispielsweise wieder. So gab es dann Familienfeste, wo sie – als älteste – mit dem iPad fotografiert hat und sich die Jüngeren hinterher die Bilder geholt haben. Und das hat ihr richtig gut getan.

Oma & Smartphone – Ein heikles Thema?

Man glaubt es kaum – aber (Groß-)mutter und moderne Technik sind ein heikles Thema.  Wenn ich im Freundeskreis gefragt wurde „Was tust du denn eigentlich mit soviel Zeit“ dann habe ich von dem Experiment „Tantchens iPad“ erzählt – und ganz viele Geschichten zurück bekommen. Diese Geschichten konnte man in zwei Gruppen einteilen:

Wir  haben es schon so oft versucht-sie kapiert es einfach nicht

oder

Das tue ich mir nicht an – und so richtig sicher fühle ich mich auch nicht

Bei den Seniorinnen hiess es: Ich kann mir das nicht merken. Mein Enkel erklärt zu schnell. Ich mag nicht dauernd nachfragen.

Ziemlich frustriert und unglücklich waren beide Seiten. Das hat mir zu Denken gegeben.

WEITER

Ich habe nicht nur darüber nachgedacht, sondern auch mit ehemaligen Kolleginnen darüber diskutiert.

Der Businessplan-Wettbewerb

Aus diesen Diskussion ist damals ein erster Businessplan entstanden, den wir beim Businessplanwettbewerb Berlin-Brandenburg eingereicht haben. Als wir das schon fast vergessen hatten, bekamen wir  einen Anruf, wir wären damit in der Spitzengruppe gelandet. Hoppla, dass hatten wir in dem Moment nicht gebraucht – aber es hat dieser vagen Idee plötzlich Öffentlichkeit und frischen Schwung beschert. Wir mussten unsere Ideen plötzlich vor Publikum vorstellen, brauchten Homepage und ein paar Visitenkarten. Kurzum: eigentlich war schon der Deckel drauf, und da mussten wir plötzlich dafür einstehen. Auch wenn wir jede unseren Weg alleine weiter gegangen sind: ohne den BPW würde es Netz-Omi.de heute nicht geben.

Kurse für die Nachbarinnen

Ich habe das riesige Glück, in Berlin nicht nur in einer der spannensten Städte Europas zu leben, sondern innerhalb von Berlin in einem „Dorf“, in einer sehr gut vernetzen Nachbarschaft, die sogar das alte Gemeindehaus als Kultur-und Nachbarschaftshaus betreibt. Da lag es nahe, es mal mit Kursen für die Nachbarschaft zu versuchen. Zuerst mit einem 3-Tages-Workshop mit geliehenen iPads, später mit einem fortlaufenden Arbeitskreis mit Smartphones.

Der Arbeitskreis ist die Basis von Netz-Omi

Dieser Arbeitskreis – unser Digitalcafé – ist ein geniales Format: Zwar haben mehrere Wochen zusammen immer en gemeinsames Thema, aber er ist offen – wer kommt, der kommt – ein gute Stunde arbeiten wir, und dann gibt es im Nachbarschaftscafé noch ein Stück Kuchen. Ich hoffe immer, die Teilnehmerinnen lernen annähernd genauso viel wie ich dab. !Ein besonderes Erfolgserlebnis ist es, wenn eine ihrem Enkel etwas Neues zeigen konnte .. und das passiert immer wieder.

Was habe ich dabei gelernt?

Für mich ganz wichtig: ich habe zugehört, warum die interfamiliäre Unterstützung aus ihrer Sicht nicht gut klappt:
„Mein Enkel erklärt so schnell“ „Ich vergesse es immer wieder“ „Ich kann es nirgends nachsehen“ „ich mag meinen Sohn nicht schon wieder fragen“ „ich hab es ja gleich gesagt, ich bekomme das nicht hin“ „Mich verwirrt das“.

Außerdem lerne ich aus den Fragen der Teilnehmerinnen. Nicht nur, was  für sie schwierig ist, sondern auch, was sie interessiert. Und hoffentlich auch, wie ich das Wissen immer besser vermittle. Das Digitalcafé im Haus Eichkamp ist die Basis für Netz-Omi.de

So, dann saß ich da, und überlegte, ob ich „was mit Senioren und Internet“ machen sollte – Ein relevantes Thema war es jedenfalls.

Die  Bedenken

Wir hier in Deutschland sind schon ziemlich internetkritisch. Und oft ist das auch sehr gut so. Sollte ich da trotzdem damit beginnen, SeniorInnen von der Nützlichkeit des (mobilen) Internets zu überzeugen?

Wo es ihnen sowieso schon schwer fällt? Wo es so gefährlich ist? Wenn sie jetzt abgezockt werden? Wo Wissenschaftler gerade bewiesen haben, dass die Digital Natives nicht mehr ordentlich schreiben können, wo die Herstellung der Geräte soviele Resourcen und seltene Erden verbraucht….

usw. – die Einwände gegen das Internet sind endlos, und haben alle irgendwo ihre Berechtigung. Trotzdem stehe ich auf dem Standpunkt:

Senioren sollten mobiles  Internet nutzen – Warum?

Das gibt es verschiedene Argumente:

Lasst euch nicht abhängen!

Es kostet verdammt viel Kraft, ständig zu argumentieren, warum man das mobile Internet nicht nutzt. Und irgendwann merkt man, dass man es sich nicht zutraut. Und dann beginnt man – auch wenn du sonst noch ziemlich fit bist – sich alt zu fühlen.  Nicht gut.

Die alltägliche Infrastruktur wird immer digitaler

Wer heute zur Altersgruppe 65+ gehört, gehört zur „Generation Telefon“. Dies ist die Technologie, mit der ihr bisher alles erreicht. Leider wird das immer schwieriger, denn für mehr und mehr Dienstleistungen wird selbstverständlich angenommen, dass man sie auf dem Laptop, Tablet oder Smartphone selbst erledigt.

Gibt es eigentlich noch Bahnschalter, bei denen man eine Fahrkarte kaufen kann und die einem eine Zugverbindung heraussuchen? Wie kauft man ein Flugticket oder eine Urlaubsreise ohne Internet? Wenn ich gerade keinen Drucker habe, wie zeige ich dem Kontrolleur meine Fahrkarte oder meine Boardkarte – Ähnliche Fragen gibt es bei Konzert- und Theaterkarten. Je häufiger Du deine Freunde oder deine Familie um Hilfe bitten musst, umso abhängiger fühlst du dich. Auch nicht gut.

Sicherheit und Datenschnüffler

Um es mal klar zu sagen: das normale, analoge Leben ist auch nicht ohne Gefahr. Taschendiebstahl, Wohnungseinbruch, etc. sind leider Alltag, selbst der alte Enkeltrick funktioniert immer noch. Wieviele Zeitungs- und Lotterie-Abos hat man dir schon versucht, aufzuschwatzen? Ist es hier vielleicht besser, sich beim Smartphone aktiv damit auseinander zu setzen?

Ja, im Internet bezahlen wir für Dienstleistungen mit Daten. Aber die Dienstleistungen – wie die Internetsuche, wie Kommunikation über Skype oder WhatsApp, wie Kartendienste bieten auch einen Komfort, von dem wir vor 10 Jahren nicht einmal geträumt haben.

Digitalisierung bietet Chancen

Man muss definitiv nicht jede Funktion benutzen. Im Gegenteil, ich finde es ziemlich schwierig, die Rosinen aus dem großen Kuchen Internet zu picken. Und diese Internet-Rosinen sind nie nur die Funktionen, sondern im ein Paket aus Anwendungssituation und Funktion: Wann mach welche Anwendung Sinn. Beispiele:

Bei Dunkelheit hast du mit dem Smartphone immer einen Taschenlampe dabei. Die Tachenlampe sollte, genauso wie der Taschenrechner, jedem bewußt sein.

Ich kenne inzwischen mehrere alleinlebende Frauen, die mit ihren Kindern verabredet haben, vormittags kurz eine WhatsApp auszutauschen, damit alle wissen, dass alles ok ist. Es geht weiter mit Video-Telefonie (Skype, Facetime) mit Kindern und Enkeln und Austausch mit dem Sport- oder Wanderverein.

In SeniorInnen-Haushalten gibt es viele Altenpflegerinnen aus Osteuropa. Mit ihren Kunden verständigen sie sich über Übersetzungs-Apps. Auch wenn das nicht perfekt ist: es ist viel besser, als über das alte Wörterbuch.

Reisen und Fitness – geistig und körperlich – sind genauso ein Thema wie Ausgleich von beginnenden körperlichen Einschränkungen. Hier fällt mir sofort das Diktieren von Texten ein, das schon ziemlich gut funktioniert und eine Menge Zeit sparen kann. Extrem beeindruckend war eine Beratung beim Blindenverein (ABSV ), wo man mir gezeigt hat, dass jemand, der nahezu vollständig blind ist, die vollständige Funktionalität seines iPhone nutzen kann, und zwar ohne behindertengerechte Erweiterungen. Wow!

Und das wichtigste: Lernen macht Spaß!

Erinnerst Du dich an die Zeit, wo deine Kinder laufen gelernt haben? Oder plötzlich gemerkt haben, dass sie die Plakate und Straßenschilder selbst lesen konnten? Stolz wie Oskar waren sie dar.

Und das ist bei der GRoßmutter nicht anders! Wenn Du verstanden hast, dass es ganz einfach ist, statt der Urlaubspostkarte ein Selfie über WhatsApp zu verschicken. Und sogar besser, weil du meist spontane Antworten bekommst. Da darfst du richtig stolz sein und dir selbst auf die Schulter klopfen. Tu das ruhig!

 

 

 

 

„netz-omi“ ist ein Name, der polarisiert. Und das ist gut so!

Wie kam es dazu?

Als ich – alleine oder mit anderen – über einen Namen für das Projekt nachgedacht habe, gab es viele Vorschläge: online-mit-70, silver-surfer, .. – alles entweder schon belegt, oder einfach langweilig. DigitalGrandma war der erste Versuch, der oft spontan ein breites Grinsen ausgelöst hat – und genauso viele vernünftige Einwände. Weil ich die ewigen Anglizismen leid bin, habe ich dann über eine Übertragung der DigitalGrandma ins Deutsche nachgedacht. Das Ergebnis war Netz-Omi.

Warum bin ich dabei geblieben?

Eigentlich war es mein Arbeitsamtberater, der schuld ist: Als ich von meinem Projekt Netz-Omi erzählt habe, musste er breit grinsen, bevor er damit anfangen konnte, mir zu erklären, warum das eine blöde Idee ist. Das hat mich überzeugt: Einen Name, über den andere lachen, bevor sie argumentieren können, den behält man.

Der Eindruck hat sich imzwischen verfestigt: Der Name fällt auf – manche lachen, manche regen sich darüber auf – aber alle erinnern ihn. Was will ich mehr?

Außerdem gefällt es mir, dass ich damit explizit Frauen anspreche. Ja, das will ich so!

Warum polarisiert der Name „Netz-Omi“?

Die Kinder, und noch mehr die Enkel mögen ihn. Nach vielen Gesprächen habe ich den Eindruck, dass die junge Generation sich wirklich wünscht, dass Eltern und Großeltern auch ihren Platz in der online-Welt finden und sich jede neue Idee dafür sehr gerne anschauen.

Die Netz-Omi’s selbst haben damit ein Problem:

Ich, weil ich mich damit selbst so bezeichne – und das, ob wohl ich mich weder alt, noch technisch hinter dem Mond fühle, noch Enkelkinder habe. Daran arbeite ich.

Manche Teilnehmerinnen, weil sie nicht Großmutter sind und weil sie Senioren als wertschätzender empfinden.Was gibt es dazu zu sagen?

Großmütter haben es mit dem Internet viel leichter als andere, weil wir nicht nach spannendem Inhalt suchen müssen. Schwiegertöchter, die Babybilder nur über WhatsApp oder Facebook verschicken, sind die besten Internetbotschafter für Großmütter, die es gibt. Da lernt es jede, weil sie die Babybilder sehen will. Und Schülerinnen mit einer starken Motivation unterrichte ich lieber, als jemanden, die nur bestätigt haben möchte, dass sie es doch nicht hinbekommt.

SeniorInnen ist wertschätzender? Liebevoller? Finde ich eigentlich nicht – ich finde es auch ziemlich aufgesetzt und steif und offiziel. „Seniorenbeauftragte“ sind wichtig, aber es ist auch traurig, dass wir so einen Bürokratismus brauchen.

Die Herren der Schöpfung – macht nichts ! Dazu unten mehr.

Das Logo

Das war ganz einfach: Ich habe mich gefragt, was ich mir als Ergebnis wünsche: viele Frauen, die sich mit Spaß im Internet herumtreiben und die Möglichkeiten erkunden. Und dann war der erste Versuch so gut, dass ich dabei geblieben bin.

Es darf so selbst gestrickt aussehen, auch um auszudrücken, dass hoffentlich irgendwann die Nutzung von Tablet oder Smartphone durch Seniorinnen so selbstverständlich ist, wie heute stricken und ein interessantes Thema in der Kaffeerunde. Das wäre doch was: Die Fotos vom Enkelkind zeitnah auf dem Handy der Freundin zu zeigen!

Frauen und Technik

Überraschung, Überraschung – als Informatikerin berührt und interessiert mich das Thema ein Leben lang:

Schon als Studentin habe ich mich – zusammen mit anderen – gefragt, wo die anderen Frauen in diesem spannenden Thema sind. Warum sind bis heute nur 10% der Informatikstudenten weiblich? Als Mutter von drei Töchtern war es mir wichtig, dass ihnen keiner ihre mathematisch/naturwissenschaftlichen Fähigkeiten ausredet – Das Thema Frauen in Naturwissenschaft und Technik verfolgt mich also „schon immer“.

Und jetzt ist es wieder da. Auf Grund der unterschiedlichen Lebenserwartung gibt es mehr Seniorinnen als Senioren. Und den meisten Seniorinnen ist ein Leben lang erklärt worden, dass sie Computer und Technik nicht können (Staubsauger und Waschmaschine sind keine Technik). Und jetzt sollen sie plötzlich ein Smartphone oder ein Tablet benutzen?

Senior*Innen als digitale Analphabeten? Wollen wir das?

Und dann stehen sie nach dem Tod ihres Lebenspartners vor dem gemeinsamen Tablet und fragen sich, wie sie an die Mails kommen. Denn das muss ja schwierig sein, schliesslich hat der Mann dabei immer laut vor sich hergeschimpft. Dies ist eine Situation, der ich inzwischen mehrfach begegnet bin. Ich finde diese Form des digitalen Analphabetismus ziemlich bedrückend.

Dank der langen Beschäftigung mit dem Thema ist mir sind mir einige Unterschiede im Lernverhalten von Frauen und Männern klar – Mal ganz grob und holzschnittartig:

Männer lieben oft viele Funktionen, und die möchten sie am liebsten selbstständig erkunden. Immer wenn sie was Neues entdeckt haben, jubeln sie laut. In einer Gruppe ist es wichtig, zu zeigen, dass jeder schon ganz viel weiß.

Frauen sehen stattdessen eher eine konkrete Aufgabenstellung, z.B. ‚wie komme ich von A nach B‘. Die wollen sie lösen, mehr nicht. Sie wollen dafür eine zuverlässige Anleitung. Frauen sind viel eher bereit, eine Gebrauchsanleitung zu lesen, oder dort nachzuschauen – vorausgesetzt, sie wissen, dass sie da eine Lösung finden. Außerdem sind sie – z.B. aus vielen Sprachkursen – daran gewöhnt, in einer Gruppe zu lernen, und Aufgaben als Team zu lösen. Zu beweisen, dass sie das Wissen mit Löffeln gefressen haben, liegt ihnen gar nicht. Viel häufiger merken sie erst in einem Kurs, wieviel sie schon wissen.

 

Zusammengefaßt

Es ist Zeit, Technik betont an die Frau zu bringen. Und wenn sich erstmal vorallem – wegen des Namens – nur Großmütter angesprochen fühlen: Damit kann ich leben, denn es gibt genug Großmütter, um etwas zu bewegen.

 

 

Frage an Netz-Omi: „Wenn du erwachsen bist, was willst du sein?“ – spannende Frage!

Das  Ziel

Schon ganz zu Beginn habe ich mich gefragt, was es eigentlich bräuchte, damit SeniorInnen und Enkel ihr Internet-Equimpment auf der ganzen Linie stressfrei benutzen können. Ich habe mir vorgestellt, dass eine Familie der Großmutter zum Geburtstag ein Smartphone schenken möchte. Welche Unterstützung könnten Angehörige und Großmutter gebrauchen?

Anschaffung und Einrichtung: Unterstützung der Angehörigen

Von dem Angebot an Geräten und Tariffen ist jeder erschlagen. Im Grunde ist es bei jedem eine Lotterie, bei welchem Gerät und welchen Tariff er landet. Hier wäre Entscheidungskriterien wichtig. Wichtiger als eine konkrete Produktempfehlung, denn das Angebot ändert sich alle 6 Monate.

Auf die Idee, der Großmutter ein orginalverpacktes Smartphone auf den Geburtstagstisch zu legen, kommt wohl kein denkender Mensch. Schließlich brauchen auch technisch versierte Menschen ein paar Stunden, um ein neues Smartphone in Betrieb zu nehmen.

Schon klar, dass es besser wäre, für die Einrichtung eine Checkliste zum Abarbeiten zu haben, genauso wie eine Liste von sinnvollem Zubehör.

Lernphase: Unterstützung der Seniorin

Das Grusel-Scenario

Und dann hast du dein neues Gerät in der Hand. Wenn du Pech hast, dann erklärt dir dein 9-jähriger Enkel mal eben, dass alles ganz einfach ist und verschwindet dann. Für dich ist das zu schnell, du hast nichts nachzulesen, und fragen magst du auch nicht. Also verpackst du das teure Geschenk wieder sorgfältig, und legst es in die Schublade. Erst wenn in drei Jahren ein Kurs bei dir um die Ecke stattfindet, holst du es wieder heraus. Im Kurs merkst du schon, dass die anderen Damen innerlich grinsen, weil dein Smartphone so unberührt aussieht, und dann erkläre ich dir, dass dein Tariff inzwischen abgelaufen ist, und du deshalb das Ding nicht anbekommst .

Ok, das ist das Gruselszenario. Aber es passiert. Und  es ist nicht gut, wirklich nicht.

Was hilft dagegen?

Wenig erklären. Langsam erklären. Etwas zum Nachlesen liefern. Üben. Gruppe mit anderen Anfängern finden. Selbst die Verantwortung für den Erfolg übernehmen.

Jeder Punkt einzeln hilft etwas. Alle Punkte zusammen helfen viel. Optimal wäre etwas Unterricht mit einem passenden Lehrbuch – beschränkt auf die notwendigen Grundlagen, um erstmal Selbstvertrauen zu finden. Ein Arbeitskreis, der man zu Fuß erreichen, wo man Nachbarinnen trifft, lernt und Spaß hat. Und für jeden bezahlbar sein muss es auch. Vielleicht funktioniert auch irgendeine Form von eLearning. Hier suche ich noch.

Notwendige Unterstützung

Unser ganzes technisches Spielzeug spinnt manchmal. Das ist altersunabhängig. Der Unterschied ist nur: ein junger Mensch schimpft wie ein Rohrspatz, eine Seniorin macht sich Vorwürfe „jetzt habe ich alles kaputt gemacht“. Pragmatische Hilfe brauchen beide. Genauso wie es in jedem Konzern einen Helpdesk gibt, der dafür verantwortlich ist, die Technik am Arbeitsplatz am Laufen zu halten, müßte es so etwas auch für Senioren geben. Jemand, der ohne Vorwürfe hilft. Der dafür da ist. Dem man nicht auf den Geist geht.

Partnerschaften

Wenn sie groß ist, hat Netz-Omi starke Partner, mit denen sie diesen Traum zusammen umsetzt.

Der  Status Quo

Leider ist Netz-Omi noch winzig klein. Aber dafür hat sie schon eine Menge geschafft:

Für Seniorinnen und Trainer: Unterstützung in der Lernphase: Büchlein und Trainerpaket

Mit den Netz-Omi-Büchlein habe ich ein Format gefunden, dass funktioniert: Inzwischen haben die Büchlein schon vielen gezeigt, dass es gar nicht sooo schwer ist. Konzipiert für einen Kurs oder eine Enkel/Großmutter-Tandem funktionieren sie sogar alleine.

Trotzdem blebe ich Anhänger von Kursen. Eine Gruppe, die man fußläufig, zu einer Seniorenfreundlichen Zeit, erreichen kann, ist viel lustiger, als Lernen als Einzelkämpfer. Eigentlich gibt es genug Menschen, die Zeit und Lust dazu hätten. Aber Vorbereitung und Unterlagen herstellen ist sehr aufwendig. Schade eigentlich.

Deshalb habe ich Trainerpaket erfunden:
Und um jeden, der sich entschliesst, einen Anfängerkurs zu veranstalten, zu unterstützen, geben ich die Skizzen aus den Anfängerbüchlein als Trainer-Paket heraus. Außerdem enthält es die Skizzen als vorbereitete Kursunterlage, in die der Trainer nur noch seinen Namen, etc. einträgt, und dann als Arbeitsbuch, in dem man während des Kurses malen kann, verteilen kann.

Für Angehörige und Senioren: Unterstützung in der Anschaffungs- und Einrichtungsphase: eBook

Als nächsten Schritt werde ich meine Gedanken dazu aufschreiben und als eBook zur Verfügung stellen. Ich bin mir sicher, dass ich damit vielen Familien helfe.

 

 

 

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