Was ist eine Abofalle? Und was ist eine Drittanbietersperre?

Eine Abofalle ist eine ziemlich gemeine Art der Abzocke im Internet, und das Einrichten der Drittanbietersperre ist der Schutz dagegen.

Aber eins nach dem anderen:

Was ist eine Abofalle?

Platt gesagt: Du denkst, du benutzt im Internet eine kostenfreie Dienstleistung. Wie bei vielen dieser freien Angebote musst du dich registrieren. Normalerweise ist das auch ein fairer Tausch: Du tauscht deine Mailadresse gegen eine Internet-Leistung, z.B. einen Routenplaner, Hausaufgabenhilfe, Horoskop.

Bei der Abofalle sieht das Angebot nur so aus, als ob kostenfrei wäre. Im Kleingedruckten, also dem, was keiner von uns je liest,  steht, dass du einem kostenpflichtigen Abo zustimmst. Die Kosten werden bewußt verheimlicht.

Angeblich ist jeder 8. Internetnutzer schon einmal in diese Falle getappt. Und: das Problem besteht immer noch, obwohl der Gesetzgeber klar definiert hat, dass eine Zahlungspflicht nur dann zustande kommt, wenn man die  Betellung mit einem eindeutig bezeichneten Knopf bestätigt hat. Damit sind die Buttons „Jetzt kostenpflichtig bestellen“ oder „Jetzt kaufen“ gemeint.

Mir gefällt die Darstellung des Verbraucherportals des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz, besonders das Video, das ich dort  zum Thema gefunden habe:

Kostenfallen im Internet

Quelle: Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz.

 

 

 

Abofalle Handy

Beim Surfen im mobilen Internet, d.h. über den Mobilfunk, gibt es  noch eine unerfreuliche Variante:

Du hast einen Mobilfunkvertrag (oder auch ein Prepaid-Guthaben), und du stimmst versehentlich nicht nur dem „Abo“ zu, sondern auch der sofortigen Abbuchung über den Mobilfunkvertrag. Die Verbraucherzentrale hat einen Erlebnisbericht ins Netz gestellt – es kann wirklich leicht jeden treffen!

So praktisch dieser Weg ist, Dienstleistungen – z.B. Parkgebühren, Kinokarten oder Fahrkarten – direkt über das Handy zu bezahlen: hier wird er mißbraucht, und bis man es merkt, ist das Geld schon lange abgebucht – und vom Mobilfunkanbieter bekommt man es nicht zurück.

Der Schutz: Drittanbietersperre einrichten

Um das „versehentliche“ Bezahlen über die Handyrechnung/Handyguthaben auszuschliessen, gibt es die Drittanbietersperre. Diese Drittanbietersperre läßt du für deine Nummer bei deinem Mobilfunkanbieter einrichten.

Der einfachste Weg, das zu erledigen, geht über das Internetportal deines Anbieters. Eine detaillierte Beschreibung, wie man das macht, findet man leicht im Internet, z.B. in einem relativ aktuellen Artikel von connect.de:  Drittanbietersperre einrichten bei Telekom, Vodafone, O2 & Co. Dort ist es für alle gängigen Anbieter beschrieben.

Was tun, wenn die Falle zugeschnappt hat?

Lass dich nicht einschüchtern! Die Verbraucherzentrale hat einen ->ausführlichen Artikel mit verschiedenen Musterbriefen bereitgestellt, mit denen du Einspruch erheben kannst.

Und was tust du jetzt?

Du legst das auf deinen Stapel guter Vorsätze? NEINNN, besser du erledigst das heute, gleich.. . Es tut über das Kundenportal auch garnicht weh.

Und anschliessend gibst du den Link auf diesen Artikel an liebe Menschen weiter – in manche Fallen muss man einfach nicht tappen.

Nachtrag:

Für diesen Beitrag habe ich meine Handyverträge nachgeschaut… – eigentlich nur, um zu sehen, wie kompliziert es im Moment bei 1&1 ist. Aber – peinlich, peinlich – dabei sah ich, dass auch ich es auf dem Stapel guter Vorsätze vergessen hatte. Jetzt habe ich es gerade erledigt, war ganz einfach.

 

 

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